Keine Windräder im Fröhner Wald
Erneut ist der Bau von Windrädern im Waldgebiet zwischen Riegelsberg und Heusweiler im Gespräch. Nachdem der Bau von Windrädern im Fröhner Wald bereits vor einigen Jahren am erheblichen Widerstand der Bürger im Köllertal gescheitert war, gibt es nunmehr einen neuen Anlauf. Im Gespräch ist der Bau von zunächst drei bis vier Windrädern, weitere Windräder sind möglich. Dem Verein Fröhnerwald e.V. mit seinem Vorsitzenden Horst Siegwart ist es zu verdanken, dass das Projekt von Windrädern im Fröhner Wald ans Licht der Öffentlichkeit gelangt ist. Der Gemeinderat Heusweiler hat bereits in einer öffentlichen Sitzung einstimmig den Bau von Windrädern im Fröhner Wald abgelehnt. Offen ist derzeit jedoch noch die Haltung der Gemeinde Riegelsberg zu dem neuen Projekt. In der letzten Sitzung des Gemeinderats Riegelsberg wurde der Antrag von FDP und der Linken, wie auch von der AfD befürwortet, dieses Thema auf die Tagesordnung zu setzen, abgelehnt. Stattdessen wurde dieser Antrag von CDU und SPD bei Enthaltung der Grünen vertagt.
Dabei haben die Bedenken gegen diesen Standort noch zugenommen. Während früher eine Höhe pro Windrad von maximal 200 Meter geplant war, sind nunmehr Hohen von bis zu 300 Metern möglich und im Gespräch. Hierdurch sind auch die Beeinträchtigungen von Umwelt und Natur, Landschaft und Bevölkerung gewa-chsen. Aus einem Ort der Naherholung und Ruhe wird auf Dauer quasi ein Industriegebiet. Pro Windrad ist von 5.000 Tonnen Beton und Stahl auszugehen, die im Waldboden versenkt werden. Hinzu kommen - entgegen anderslautender Bekundungen der Projektierer - jeweils ca. 10.000 Quadratmeter Waldboden für Standort und Versorgungswege pro Windrad, die auf Dauer verdichtet und versiegelt werden. Und dies in einem bislang unberührten Wald- und Naherho-lungsgebiet, in dem insbesondere die Waldbrandgefahr deutlich erhöht wird – beim Brand eines Windrades bei der Höhe der Windräder ist ein Löschen nicht mehr möglich.
Warum gerade im Wald? Weil überall sonst im Gebiet der Gemeinden die noch nicht einmal angemessenen Mindestabstände zur Wohnbebauung überhaupt nicht eingehalten werden könnten. Die Problematik der Mindestabstände sollte im Hinblick auf die in den letzten 10 Jahren immens gestiegenen Anlagenhöhen noch einmal dringend überdacht werden. Es stellt sich ohnehin die Frage, wieso Wind-räder gerade im am dichtesten besiedelten Teil des Saarlandes gebaut werden sollen. Dabei spielt insbesondere der sehr lukrative Pachterlös für die Eigentümer der Waldgrundstücke eine Rolle. Die Interessen der Waldbesitzer stehen hier im Konflikt mit den Interessen der Bevölkerung, der Anlieger und Waldbesucher.
Dies sind einige der Gründe, weshalb sich Haus & Grund Riegelsberg-Köllertal e.V. durch seinen Vorsitzenden Horst Altmeyer gegen den erneuten Versuch zur Errichtung von Windrädern im Fröhner Wald ausspricht. Haus & Grund fordert den Gemeinderat auf, geschlossen gegen die Planung von Windrädern im Fröhner Wald zu stimmen, um hierdurch die geschlossene Ablehnung von Windrädern in diesem Gebiet durch die Bürger der beiden Köllertal-Gemeinden Riegelsberg und Heusweiler zum Ausdruck zu bringen.
Einladung zur Mitgliedschaft im Verein www.froehnerwald.de
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